Dein Körper lügt nicht - er spricht.
Shownotes
Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du tust alles "richtig", und trotzdem wird es nicht besser. Ich war selbst jahrelang an diesem Punkt, bis sie aufgehört hat zu kämpfen, und angefangen hat zuzuhören.
Ich spreche über das, worüber kaum jemand spricht: dass Erschöpfung, Anspannung und innere Unruhe keine Schwäche sind, sondern Zeichen eines Nervensystems, das zu lange zu viel getragen hat. Und ich zeige dir einen Einblick, der in der westlichen Welt noch viel zu selten gehört wird: die Traditionelle Chinesische Medizin, mit ihren fünf Seelenaspekten Shen, Hun, Po, Yi und Zhi.
Wenn du morgens aufwachst und schon erschöpft bist. Wenn du funktionierst, aber nicht mehr fühlst. Wenn du weißt, dass es so nicht weitergehen kann, aber noch nicht weißt, was stattdessen sein soll. Dann ist diese Folge für dich.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Love, Peace & Consciousness, deinem Podcast, in dem dein Herz auf deinen Verstand trifft.
00:00:13: Ich bin Natalie Klug und ich freue mich sehr, dass du heute hier bist. Denn heute möchte ich mit dir über etwas sprechen, das so schlicht klingt und gleichzeitig so tief geht: Hör auf deinen Körper – er zeigt dir so viel.
00:00:23: Vielleicht hast du diesen Satz schon einmal gehört. Vielleicht hast du ihn auch selbst schon gesagt. Und vielleicht klingt er im ersten Moment fast ein bisschen abgedroschen, weil er inzwischen so oft verwendet wird.
00:00:40: Aber wenn wir ehrlich sind, ist genau das für viele Menschen eine der größten Herausforderungen überhaupt. Denn die meisten von uns haben nicht gelernt, wirklich auf ihren Körper zu hören.
00:00:55: Wir haben gelernt zu funktionieren. Wir haben gelernt, durchzuhalten. Wir haben gelernt, Symptome wegzumachen. Wir haben gelernt, uns zusammenzureißen. Wir haben gelernt, trotz Müdigkeit weiterzumachen.
00:01:11: Trotz innerer Unruhe noch freundlich zu sein, trotz Erschöpfung Leistung zu bringen, trotz Bauchgefühl Ja zu sagen, obwohl eigentlich alles in uns Nein schreit. Und irgendwann wundern wir uns, warum wir uns selbst nicht mehr richtig spüren.
00:01:29: Warum wir gereizt sind. Warum wir erschöpft sind. Warum wir innerlich so oft angespannt sind. Warum unser Körper sich meldet, obwohl wir doch eigentlich alles im Griff haben. Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen.
00:01:44: Darüber, warum dein Körper nicht gegen dich arbeitet. Warum Symptome oft nicht einfach nur stören, sondern Hinweise sein können. Warum dein Atem, deine Spannung, deine Müdigkeit, deine Unruhe, dein Engegefühl und sogar dein Rückzug eine Sprache haben.
00:02:02: Und warum es so viel verändern kann, wenn du beginnst, diese Sprache wieder liebevoll zu lesen.
00:02:15: Ich glaube, viele Menschen leben die meiste Zeit nicht wirklich in Verbindung mit ihrem Körper, sondern eher in Verbindung mit ihren Gedanken. Wir denken über uns nach. Wir analysieren. Wir planen. Wir bewerten. Wir vergleichen.
00:02:36: Wir überlegen, was richtig wäre, was vernünftig wäre, was wir noch tun sollten, was andere erwarten, was als Nächstes ansteht. Und während unser Kopf permanent beschäftigt ist, sendet unser Körper oft schon längst Signale.
00:02:52: Aber wir hören sie nicht. Oder wir hören sie erst dann, wenn sie so laut geworden sind, dass wir sie nicht mehr ignorieren können. Zum Beispiel, wenn du schon morgens mit Druck aufwachst, wenn dein Herz schneller schlägt oder dein Nacken permanent fest ist.
00:03:10: Wenn du nicht richtig tief atmen kannst, wenn dein Bauch ständig angespannt ist, wenn du abends völlig erschöpft bist, obwohl du gefühlt gar nichts Besonderes gemacht hast, wenn du plötzlich gereizt reagierst, obwohl du eigentlich ruhig bleiben wolltest.
00:03:27: Der Körper spricht oft viel früher mit uns, als wir bereit sind zuzuhören. Aber weil wir so sehr daran gewöhnt sind, über uns hinwegzugehen, überhören wir diese Sprache immer wieder.
00:03:46: Wir nennen es dann Stress. Oder schlechte Laune. Oder Hormone. Oder einfach eine anstrengende Phase. Und ja, manchmal ist es auch genau das. Aber oft steckt noch mehr dahinter.
00:04:04: Oft zeigt dein Körper dir nicht nur, dass etwas ist, sondern auch, wo du dich selbst gerade verlierst.
00:04:21: Ich glaube, einer der wichtigsten Perspektivwechsel ist dieser: Dein Körper ist nicht dein Gegner. So viele Menschen leben unbewusst in einem Kampf mit ihrem Körper.
00:04:39: Der Körper ist zu müde. Zu angespannt. Zu sensibel. Zu laut. Zu emotional. Zu erschöpft. Zu langsam. Zu schwer. Zu empfindlich. Zu unruhig. Und dann entsteht innerlich ein Gegeneinander.
00:04:57: Warum funktioniere ich nicht? Warum bin ich nicht belastbarer? Warum bin ich so schnell überfordert? Warum kann ich nicht einfach normal sein? Warum reagiert mein Körper so?
00:05:13: Doch was wäre, wenn dein Körper nicht gegen dich arbeitet? Was wäre, wenn er nicht dein Problem ist, sondern dein ehrlichster Spiegel? Was wäre, wenn dein Körper dir etwas zeigt, das dein Kopf schon viel zu lange übergeht?
00:05:30: Dein Körper lügt nicht. Er reagiert. Er speichert. Er schützt. Er erinnert. Er hält fest. Er spannt an. Er zieht sich zurück. Er sendet Müdigkeit. Er sendet Schmerz. Er sendet Unruhe. Er sendet Enge.
00:05:50: Nicht, um dich zu ärgern. Sondern weil etwas in dir Aufmerksamkeit braucht. Und ich finde diesen Gedanken so wichtig, weil er uns aus dem Kampf herausführt. Weg von: Wie kriege ich das weg?
00:06:08: Hin zu: Was willst du mir zeigen?
00:06:22: Vielleicht kennst du das: Du bist ständig verspannt. Dein Nacken ist hart. Deine Schultern hochgezogen. Du hast Druck auf dem Brustkorb. Du kannst nicht richtig durchatmen. Du schläfst schlecht.
00:06:41: Du bist schnell gereizt oder plötzlich unglaublich müde. Und natürlich gibt es dafür manchmal ganz klare körperliche Ursachen. Und das ist wichtig ernst zu nehmen.
00:06:57: Aber oft gibt es eben auch eine emotionale, mentale oder nervensystemische Ebene. Vielleicht sind deine Schultern nicht nur verspannt, weil du falsch sitzt, sondern weil du seit Wochen oder Monaten alles trägst.
00:07:16: Vielleicht ist dein Atem nicht nur flach, weil du gerade unaufmerksam bist, sondern weil dein System die ganze Zeit auf Schutz eingestellt ist. Vielleicht ist dein Bauch nicht nur empfindlich.
00:07:33: Sondern er reagiert auf Druck, Angst, Anspannung oder auf Dinge, die du innerlich nicht verdauen kannst. Vielleicht ist deine Müdigkeit nicht einfach Faulheit, sondern ein Zeichen dafür, dass du zu lange über deine Grenzen gehst.
00:07:52: Vielleicht ist deine Gereiztheit nicht einfach schlechte Stimmung, sondern ein Hinweis darauf, dass dein Nervensystem längst überladen ist. Der Körper zeigt oft zuerst das, was wir auf anderen Ebenen nicht fühlen wollen oder noch nicht bewusst wahrnehmen.
00:08:09: Und deshalb sind Symptome nicht immer nur etwas, das schnell beseitigt werden muss. Manchmal sind sie Botschaften. Nicht als Feinde, sondern als Hinweise.
00:08:26: Und an dieser Stelle möchte ich noch eine Perspektive mit hineinnehmen, die ich sehr liebe: die Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, also der TCM.
00:08:47: Denn in der TCM ist der Körper nicht einfach nur ein körperliches System, das funktionieren soll. Er ist auch nicht getrennt von deiner Gefühlswelt, deinem Geist oder deiner inneren Wahrheit.
00:09:06: Körper, Emotionen, Bewusstsein und Energie gehören hier zusammen. Und genau deshalb ist der Körper aus Sicht der TCM auch nie einfach nur symptomatisch. Er erzählt immer auch etwas darüber, wie es dir auf einer tieferen Ebene geht.
00:09:24: In der TCM gibt es das Konzept, dass bestimmte geistig-seelische Aspekte mit den Yin-Organen verbunden sind. Am bekanntesten ist dabei das Shen, das dem Herzen zugeordnet wird.
00:09:44: Das Shen steht vereinfacht gesagt für Geist, Bewusstsein, innere Präsenz, Klarheit und die Fähigkeit, wirklich da zu sein. Wenn das Shen ruhig ist, fühlst du dich oft innerlich klarer, verbundener und präsenter.
00:10:04: Wenn das Shen unruhig ist, kann sich das zeigen durch innere Unruhe, Schlafprobleme, Rastlosigkeit, emotionale Überforderung oder das Gefühl, nicht wirklich in sich zu ruhen.
00:10:23: Und gleichzeitig sagt die TCM: Es gibt nicht nur das Shen. Es gibt auch den Hun, der mit der Leber verbunden wird. Der Hun hat mit innerer Beweglichkeit, Vision, Richtung, Kreativität und mit dem freien Fluss zu tun.
00:10:42: Wenn hier etwas stagniert, kann sich das zum Beispiel in Frust, innerem Druck, Gereiztheit oder dem Gefühl von Feststecken zeigen. Dann gibt es den Po, der der Lunge zugeordnet wird.
00:11:00: Der Po ist stark mit dem Körperlichen, dem unmittelbaren Fühlen, dem Instinktiven und auch mit Trauer und Loslassen verbunden. Wenn wir also nicht loslassen können, wenn sich Traurigkeit im Brustraum sammelt oder der Atem eng wird.
00:11:19: Dann ist das aus TCM-Sicht nicht nur Stress, sondern auch ein Hinweis darauf, dass die Lunge und dieser seelische Aspekt Aufmerksamkeit brauchen. Der Yi gehört zur Milz.
00:11:38: Er wird mit Denken, Grübeln, innerem Verarbeiten und geistigem Kauen verbunden. Wenn du also merkst, dass du ständig über alles nachdenkst, dich drehst oder schwer abschalten kannst, sieht die TCM auch hier einen Zusammenhang.
00:11:56: Und dann ist da noch der Zhi, der mit der Niere verbunden ist. Er hat mit tiefer innerer Kraft, Willen, Ausrichtung und oft auch mit dem Erleben von Angst und Urvertrauen zu tun.
00:12:14: Wenn Menschen sich chronisch unsicher, erschöpft oder innerlich haltlos fühlen, schaut die TCM auch auf diese Ebene. Warum ich das so schön finde? Weil die TCM uns daran erinnert, dass dein Körper nicht nur Beschwerden produziert.
00:12:33: Sondern dass er oft zeigt, wo in dir etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dein Schlaf kann dir zeigen, wie ruhig dein Shen gerade ist. Deine Gereiztheit kann dir etwas über Stagnation und inneren Druck erzählen.
00:12:51: Dein Atem kann dir zeigen, wie es um Loslassen, Trauer oder Schutz bestellt ist. Dein Grübeln kann ein Hinweis darauf sein, dass deine Mitte gerade überlastet ist. Deine tiefe Erschöpfung kann dir zeigen, dass du schon lange aus deinen Reserven lebst.
00:13:09: Und ich finde, das ist ein unglaublich liebevoller Blick. Denn plötzlich ist der Körper nicht mehr der Gegner, nicht die Störung, nicht das Problem, sondern ein Botschafter.
00:13:27: Die Frage ist ja nicht nur, ob unser Körper mit uns spricht. Die viel spannendere Frage ist: Warum hören wir so oft nicht zu? Und ich glaube, dafür gibt es viele Gründe.
00:13:45: Viele von uns haben früh gelernt, dass Funktionieren wichtiger ist als Fühlen. Dass man nicht so empfindlich sein soll. Dass man sich zusammenreißen soll. Dass man weitermachen soll.
00:14:04: Vielleicht hast du früh gelernt, deine Bedürfnisse zurückzustellen. Vielleicht war da nicht genug Raum für deine Gefühle. Vielleicht war es sicherer, dich anzupassen, statt ehrlich zu spüren.
00:14:22: Vielleicht war Leistung der Ort, an dem du Anerkennung bekommen hast. Vielleicht war Kontrolle deine Strategie, um dich sicher zu fühlen. Und wenn das lange dein Muster war, dann ist es nicht plötzlich leicht, auf den Körper zu hören.
00:14:40: Denn auf den Körper zu hören bedeutet oft auch, Dinge zu fühlen, die du lange weggeschoben hast: Erschöpfung, Traurigkeit, Wut, Überforderung, Leere, Sehnsucht, Angst, Grenzen, Bedürfnisse.
00:14:59: Und all das ist nicht immer bequem. Manchmal ist es viel einfacher, beschäftigt zu bleiben, zu funktionieren, zu scrollen, zu leisten, zu organisieren oder zu analysieren.
00:15:16: Doch der Preis dafür ist oft, dass wir uns selbst immer weniger spüren.
00:15:33: Ein besonders ehrliches Fenster in deinen Körper ist dein Atem. Denn dein Atem reagiert auf alles: auf Stress, auf Druck, auf Angst, auf Freude, auf Enge, auf Sicherheit, auf Kontrolle, auf Loslassen.
00:15:53: Und oft merkst du an deinem Atem sehr schnell, wie es dir wirklich geht. Atmest du flach? Hältst du deinen Atem oft unbewusst an? Bist du eher oben in der Brust? Kannst du tief ausatmen?
00:16:10: Dein Atem zeigt dir unglaublich viel. Er zeigt dir, ob dein Körper gerade auf Alarm läuft. Er zeigt dir, ob du Raum einnimmst oder dich eher zurückhältst.
00:16:29: Vielleicht merkst du beim Einatmen, dass du dich kaum traust, das Leben wirklich hereinzulassen. Vielleicht merkst du beim Ausatmen, dass Loslassen unglaublich schwer für dich ist.
00:16:46: Vielleicht spürst du, wie kontrolliert dein Atem ist und erkennst darin, wie kontrolliert du insgesamt durchs Leben gehst. Der Atem ist nicht einfach nur eine Funktion. Er ist eine Sprache.
00:17:04: Und wenn du beginnst, ihm zuzuhören, beginnst du auch, dir selbst anders zuzuhören.
00:17:22: Etwas, das viele Menschen erst sehr spät lernen, ist: Der Körper zeigt dir oft viel früher als dein Kopf, wo deine Grenze ist. Der Kopf sagt vielleicht noch: Das schaffe ich schon.
00:17:42: Das geht noch. Das ist doch nicht so schlimm. Reiß dich zusammen. Andere kriegen das auch hin. Nur noch diese Woche. Nur noch heute. Nur noch schnell das hier.
00:18:00: Und der Körper sagt vielleicht schon längst: Ich kann nicht mehr. Ich bin müde. Ich bin angespannt. Ich ziehe mich zurück. Ich werde krank. Ich mache dicht. Ich werde laut.
00:18:19: Ich werde unruhig. Ich schlafe schlecht. Ich kriege Kopfweh. Ich werde gereizt. Ich bekomme Bauchschmerzen. Der Körper ist oft der ehrlichere Teil in uns.
00:18:36: Er sagt nicht das sozial Erwünschte. Er sagt nicht das Vernünftige. Er sagt das, was ist. Und deshalb ist es so wichtig, ihm nicht erst dann zuzuhören, wenn er schreien muss.
00:18:55: Denn viele Menschen übergehen ihre Grenzen so lange, bis ihr Körper irgendwann nur noch eine Sprache findet, die sie nicht mehr ignorieren können: Erschöpfung, Burnout, Panik, Daueranspannung oder Schlafstörungen.
00:19:13: Ich möchte an dieser Stelle etwas ganz Wichtiges sagen: Nicht jedes Symptom hat automatisch eine spirituelle oder tiefere Bedeutung. Und körperliche Beschwerden sollten immer ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden, wenn es nötig ist.
00:19:31: Aber zusätzlich dazu dürfen wir uns eben auch fragen: Was zeigt mir mein Körper gerade? Nicht in einem Schuld-Sinn, sondern in einem liebevollen Sinn.
00:19:50: Was braucht gerade Aufmerksamkeit? Was ist vielleicht schon zu lange zu viel? Wo gehe ich über mich hinweg? Wo halte ich etwas fest? Wo passe ich mich an?
00:20:08: Wenn wir Symptome nur als Störung betrachten, wollen wir sie möglichst schnell loswerden. Wenn wir sie auch als Sprache begreifen, beginnen wir zuzuhören. Und manchmal verändert allein das schon etwas.
00:20:25: Vielleicht fragst du dich jetzt: Wie merke ich eigentlich, dass ich wirklich mit meinem Körper verbunden bin? Ich glaube, Verbindung mit dem Körper fühlt sich nicht unbedingt spektakulär an.
00:20:43: Oft fühlt sie sich eher still an. Geerdet. Präsent. Ehrlich. Du merkst eher, was du brauchst. Du merkst schneller, wann dir etwas zu viel wird.
00:21:01: Du spürst eher, wann etwas nicht stimmig ist. Du fühlst deinen Atem. Du fühlst Anspannung früher. Du merkst, wenn dein Bauch eng wird. Du merkst, wenn dein Herz aufmacht oder wenn sich etwas zusammenzieht.
00:21:19: Du bist nicht die ganze Zeit nur im Kopf. Du lebst nicht nur nach Konzepten und Erwartungen. Du hast einen inneren Kontakt zu dir. Und das ist unglaublich wertvoll.
00:21:38: Wenn du beginnst, deinem Körper wirklich zuzuhören, verändert sich oft sehr viel. Nicht, weil plötzlich alle Probleme verschwinden. Sondern weil du früher bemerkst, was in dir passiert.
00:21:56: Du merkst eher, wann du eine Pause brauchst. Du merkst eher, wann etwas nicht gut für dich ist. Du merkst eher, wann du Ja sagst, obwohl du Nein meinst.
00:22:14: Und genau dadurch entsteht Wahlfreiheit. Denn solange du über deinen Körper hinweggehst, reagierst du oft nur automatisch. Du funktionierst. Du passt dich an. Du hältst durch.
00:22:32: Doch wenn du spürst, kannst du wählen: Ich brauche jetzt eine Pause. Ich möchte gerade nicht weiterreden. Das ist mir zu viel. Ich brauche Raum. Ich brauche Verbindung.
00:22:50: Der Körper führt dich oft zurück in Ehrlichkeit. Und das ist manchmal unbequem, aber fast immer unterstützend.
00:23:09: Körperwahrnehmung klingt oft sanft. Und das kann sie auch sein. Aber ehrlich gesagt braucht sie manchmal auch Mut. Denn wenn du wirklich zuhörst, kann es sein, dass du bemerkst, dass du schon lange nicht mehr glücklich bist.
00:23:27: Dass du überfordert bist. Dass du in einer Beziehung Dinge wegträgst. Dass du immer stark bist und nie weich sein darfst. Dass du dich ständig anpasst. Dass du deine Bedürfnisse kaum kennst.
00:23:44: Doch genau darin liegt auch die Chance. Denn dein Körper zeigt dir nicht nur den Schmerz. Er zeigt dir auch den Weg. Er zeigt dir, wo es eng ist und wo wieder mehr Weite entstehen darf.
00:24:02: Und vielleicht dürfen wir an dieser Stelle noch eine Ebene tiefer gehen. Denn manchmal ist ein Symptom nicht nur ein körperliches Zeichen. Nicht nur Stress. Nicht nur Erschöpfung. Nicht nur ein Funktionsproblem.
00:24:21: Manchmal ist es auch ein Ruf deiner Seele. Denn manchmal zeigt uns der Körper nicht nur, dass wir müde sind, sondern dass wir uns selbst verloren haben.
00:24:39: Nicht nur, dass wir angespannt sind, sondern dass wir schon viel zu lange etwas festhalten, das eigentlich gesehen werden will. Nicht nur, dass wir schlecht schlafen, sondern dass etwas in uns keine Ruhe findet.
00:24:57: Nicht nur, dass wir Druck im Brustkorb spüren, sondern dass da Gefühle sind, die keinen Raum bekommen: Traurigkeit. Sehnsucht. Angst. Unausgesprochene Wahrheit.
00:25:15: Und vielleicht ist genau das die Frage: Was möchte meine Seele mir durch meinen Körper sagen? Vielleicht sagt sie: So geht es nicht weiter. Bitte hör hin. Bitte werde langsamer.
00:25:33: Bitte hör auf, ständig stark zu sein. Bitte hör auf, dich anzupassen, obwohl es dir nicht guttut. Bitte hör auf, gegen dich zu arbeiten. Bitte nimm wahr, wie viel du schon trägst.
00:25:51: Manchmal möchte die Seele uns daran erinnern, dass wir nicht dafür gemacht sind, dauerhaft gegen unsere Wahrheit zu leben. Sondern auch verbunden sein wollen. Mit uns. Mit unserem Herzen. Mit dem, was wirklich stimmig ist.
00:26:09: Und wenn wir diese Verbindung über lange Zeit verlieren, dann beginnt der Körper manchmal, für die Seele zu sprechen. Nicht, um uns zu bestrafen. Sondern um uns zurückzurufen. Zurück in Ehrlichkeit. Zurück in Verbindung.
00:26:28: Natürlich heißt das nicht, dass wir jedes Symptom nur spirituell deuten sollten. Und natürlich dürfen körperliche Beschwerden immer auch medizinisch ernst genommen und abgeklärt werden.
00:26:46: Aber zusätzlich dazu dürfen wir fragen: Wo bin ich nicht mehr mit mir verbunden? Wo übergehe ich mich? Wo wünsche ich mir eigentlich Entlastung, aber erlaube sie mir nicht?
00:27:03: Denn manchmal beginnt Rückverbindung genau in dem Moment, in dem wir aufhören, nur das Symptom zu bekämpfen, und anfangen, seiner Botschaft zuzuhören.
00:27:21: Und genau deshalb liebe ich Breathwork so sehr. Nicht, weil es eine schnelle Lösung ist. Sondern weil Breathwork ein Raum sein kann, in dem du deinem Körper wieder wirklich begegnest.
00:27:40: Dein Atem bringt dich raus aus dem ständigen Denken und zurück ins Spüren. Er zeigt dir, wo du festhältst. Wo du kontrollierst. Wo du dich zurücknimmst. Wo du dich kaum traust, wirklich Raum einzunehmen.
00:27:58: Und gleichzeitig kann Breathwork dir helfen, gespeicherte Spannung zu lösen, wieder weicher zu werden, mehr in Kontakt mit dir zu kommen und den Körper als lebendigen Teil von dir zu betrachten.
00:28:17: Als Ort deiner Wahrheit. Deiner Intuition. Deines Fühlens. Deiner Grenzen. Deiner Sehnsucht. Deiner Lebendigkeit. Und manchmal ist genau das der Moment, in dem etwas in Bewegung kommt.
00:28:35: Vielleicht magst du dir nach dieser Folge einfach einmal ein paar Fragen stellen. Nicht, um sofort etwas zu lösen. Sondern um in Kontakt zu kommen. Wie fühlt sich mein Körper gerade an?
00:28:53: Wo bin ich eng? Wo bin ich weich? Wie fließt mein Atem? Was versuche ich gerade zusammenzuhalten? Wo gehe ich über mich hinweg?
00:29:11: Was brauche ich gerade wirklich? Und was zeigt mir mein Körper vielleicht schon längst, das ich bisher nicht hören wollte?
00:29:29: Diese Fragen können so kraftvoll sein. Weil sie dich wegbringen vom Optimieren und zurück in die Beziehung mit dir selbst.
00:29:47: Und wenn du spürst, dass dich dieses Thema berührt, wenn du merkst, dass du deinem Körper wieder näherkommen möchtest, dann möchte ich dich von Herzen einladen: in meine Breathworkreise.
00:30:06: In einen Raum, in dem du nichts leisten musst. In dem du nicht funktionieren musst. In dem du nicht perfekt sein musst. Sondern in einen Raum, in dem du wieder spüren darfst.
00:30:23: Atmen darfst. Loslassen darfst. Zuhören darfst. Deinem Körper. Deinem Atem. Und dem, was in dir gesehen werden möchte.
00:30:41: Wenn du dabei sein möchtest, findest du alle Informationen in den Shownotes. Vielleicht ist das heute die wichtigste Erinnerung für dich: Dein Körper stört nicht. Dein Körper spricht.
00:30:59: Er zeigt dir, wenn etwas zu viel ist. Er zeigt dir, wenn etwas nicht stimmig ist. Er zeigt dir, wenn du dich selbst verlierst. Und er zeigt dir auch, wo dein Weg zurück beginnt.
00:31:17: Nicht gegen dich. Sondern für dich. Und vielleicht darfst du genau heute damit anfangen, ein kleines bisschen liebevoller zuzuhören.
00:31:35: Danke, dass du heute hier warst. Danke für dein Zuhören. Danke für dein Herz. Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich sehr, wenn du sie mit einer Freundin teilst.
00:31:52: Und wenn du magst, lass mir eine Bewertung da. Und vielleicht sehen wir uns ja schon ganz bald in meiner Breathworkreise.
00:32:10: Alles Liebe zu dir, deine Natalie.
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